Viele Unternehmen scheitern nicht an fehlenden Aufträgen, sondern an fehlender Liquidität. Eine rollierende 13-Wochen-Vorschau ist ein einfaches Werkzeug, um Zahlungsengpässe frühzeitig zu erkennen.
Der Aufbau
Legen Sie eine Tabelle mit 13 Spalten an, eine für jede Kalenderwoche. In den Zeilen stehen Ihre Einzahlungen und Auszahlungen:
- Einzahlungen aus Kundenrechnungen, nach erwartetem Zahlungseingang
- Löhne, Miete, Leasing und Versicherungen
- Lieferantenrechnungen nach Fälligkeit
- Steuern und Sozialabgaben
- Tilgung und Zinsen
Realistisch statt optimistisch
Planen Sie Zahlungseingänge so, wie Ihre Kunden tatsächlich zahlen, nicht wie es auf der Rechnung steht. Wer im Schnitt nach 40 Tagen zahlt, wird das auch in Zukunft tun.
Jede Woche aktualisieren
Die Vorschau lebt davon, dass sie regelmäßig gepflegt wird. Tragen Sie jede Woche die tatsächlichen Werte ein und ergänzen Sie eine neue Woche am Ende. Der Aufwand liegt bei etwa einer halben Stunde.
Frühwarnsystem nutzen
Zeigt die Planung einen Engpass, haben Sie Zeit zu handeln: offene Forderungen nachfassen, Zahlungsziele verhandeln oder rechtzeitig mit der Bank sprechen.
Fazit: Eine einfache Tabelle reicht, um die Liquidität im Griff zu behalten. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit.

